Wer wir sind, was wir tun

Wer wir sind

Das TFFG (täuferische Forum für Frieden und Gerechtigkeit) ist eine Platform mennonitischer Christen, denen die Themen Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung am Herzen liegen. Die Täufer oder Mennoniten gelten als älteste Friedenskirche und sind ein Teil der weltweiten Kirche. Das Forum versucht diese Tradition für die eigenen Gemeinden und die Gesellschaft fruchtbar zu machen.

 

Motivation

Uns ist es wichtig aufzuzeigen, wie Friedensarbeit aktive Mitgestaltung der Gesellschaft sein kann und Verantwortung wahrnimmt in der Gemeinschaft, in der wir leben. Dazu gehört eine kritische Distanz zu Mitteln des Staates aber ebenso die Frage, wie auch staatliche Friedensbildung alternative Wege gehen kann. Das Thema Frieden ist lange politisch mit der Frage verbunden gewesen, ob es mit der Nachfolge Christi verbunden werden könne, Waffen zu tragen und Militärdienst zu leisten. Zwar spielt die Leidensbereitschaft Christi und der Verzicht Gottes, sich gegen die Mächte des Bösen mit Gewalt durchzusetzen, eine zentrale Rolle für eine christliche Friedenstheologie. Es muss aber differenziert dargelegt werden, welche Bedeutungenein Aufruf zur Leidensbereitschaft hat. Unterstützt er ungerechte Strukturen? Ist er als Zeichen eines Verzichts lesbar oder verstärkt er Ohnmacht?

Zu Friedenstheologie gehört somit nicht nur eine Ethik der Nachfolge Christi, sondern auch Fragen der Erlösungstheorien, der Mythos von erlösender Gewalt, Opferverständnisse, die Bedeutung von Hingabe des Lebens und insbesondere der Zusammenhang des Lebens Jesu mit seinem Tod. Sie kommt nicht darum herum, das Missionsverständnis zu thematisieren im Zusammenhang mit globaler Gerechtigkeit und westlichen Überlegenheitsansprüchen. Diese Zusammenhänge machen deutlich, dass die Friedensthematik nicht eines unter vielen Themen ist, sondern vielmehr unserer gesamten Theologie eine bestimmte Richtung gibt. Aus diesem Grund ist es unverzichtbar, dass es eine Gruppe gibt, welche immer wieder auf diese Zusammenhänge aufmerksam macht, sie in den Gemeinden diskutiert und der Gesellschaft Impulse gibt.

Ziele

– Als Forum für Frieden und Gerechtigkeit möchten wir durch Stellungnahmen oder Aktionen die Stimme der Mennoniten als Friedenskirche hörbar machen.

– Als Forum möchten wir zum täuferische Friedenstheologie für unsere KMS-Gemeinden fruchtbar machen. Dabei möchten wir die Sensibilität der Themen Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung fördern. Dies soll zum einen durch theologische und thematische Auseinandersetzung geschehen, zum andern durch den Austausch von Erfahrung  zu bereits existierenden Projekten in diesen Bereichen zwischen den Gemeinden.

– Das Forum hilft die Vernetzung von kirchlichen und säkularen Organisationen mit den Mennoniten zu intensivieren und bietet so einen Anküpfungspunkt für mögliche Zusammenarbeit.

Geschichte täuferischer Friedenstheologie

 

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9 comments

    • Gute Aktion, für Nigeria und die Geschwister dort zu beten. Du hast sie bei der Tagung “Gewalt?” kürzlich auf dem Bienenberg vorgestellt. Hab die Projektion auch fotografiert, leider war keine www-Adresse drauf.
      Nun lese ich in Brücke” wieder darüber und finde euch im Internet.
      Wie geht es weiter? Könnte eine solche Aktion nicht gleich in anderen deutsch- und französischsprachigen Gebiete Europas (der Welt) ausgeweitet werden?

      In der Süddeutschen Zeitung 6.3.15, S. 3 war ein ganzseitiger Artikel über Nigeria. Insgesamt sehr negativ. Dort wird eine “Kirche der Geschwister” erwähnt, PräsidentSamuel Dante Dali auch gesprochen. Allerdings wird sie irgendwie auch negativ konnotiert: “Die Kirche der Geschwister gibt sich seit jeher pazifistisch …” Es ist wohl nicht dieselbe wie wie die EYN. Aber es gibt wohl noch mehr Friedenskirchen …

      Schick mir deine Emailadresse, dann schick ich dir den SZ-Artikel.

      Inzwischen sehe ich, dass im Netz jede Menge über die EYN zu finden ist.

    • Guten Tag Stefan Seydel, danke für ihre Notiz. Dies könnte bei uns schon jemanden interessieren. Allerdings weiss ich nicht, wer Zeit und Spielraum hat. Hanspeter Jecker ist da wohl am nächsten dran.

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